Premiere voraussichtlich im März 2026

Sabina thaj o Elvis ist ein Kurzfilm des Romano Sumnal e.V. – Verband der Roma und Sinti Sachsen. Sabina thaj o Elvis – das ist Romanes, die Sprache der Roma, und es bedeutet: Sabina und Elvis.

Sabina und Elvis sind Leipziger Roma. Sie verlieben sich ineinander, müssen diese Liebe aber vor Sabinas Eltern geheim halten.

Handlung

Sabina thaj o Elvis, das ist Romanes, die Sprache der Roma, und es bedeutet: Sabina und Elvis.

Sabina und Elvis sind Roma und leben in Leipzig Grünau.

Elvis und seine Freunde Saša, Dani und Boško sind mit Sabina und ihre Freundin Lea verabredet. Sie wollen tanzen gehen.

Der Türsteher des Clubs aber lässt sie nicht hinein und verweigert ihnen schroff den Eintritt. Es hilft nichts, sie müssen wieder gehen und entscheiden sich für den Jugendclub. Dort sind sie willkommen und können ungestört Tischtennis spielen, so wie früher.

Lea und Elvis‘ Freunde steigen in Leas Auto. Elvis hingegen bleibt mit Sabina zurück, und er überredet sie, sie auf ihrem Fahrrad zum Jugendclub zu fahren. Nach anfänglicher Skepsis lässt sich Sabina darauf ein.

Im Jugendclub spielen die jungen Männer Tischtennis, die beiden jungen Frauen unterhalten sich. Aber Sabina hört Lea kaum zu und schaut immer wieder zu Elvis. Auch Elvis ist nur halb bei der Sache und spielt deutlich schlechter als üblich.

Plötzlich steht Elvis vor Sabina. Er fragt sie, ob sie mit ihm spazieren gehen möchte. Sabina möchte, und sie spazieren und reden miteinander. Kurz bevor sie in die Straßenbahn einsteigt, gibt Sabina Elvis ihre Telefonnummer.

Am nächsten Tag sitzt Elvis in seiner Küche, vor sich den Zettel mit Sabinas Nummer. Währenddessen liegt Sabina auf ihrem Sofa und liest. Aber immer wieder unterbricht sie ihre Lektüre und schaut nach ihrem Handy. Nach einigem Zögern ruft Elvis Sabina an.

Sie verabreden sich und verbringen in den folgenden Wochen viel Zeit miteinander. Aber immer, wenn sie sich ihrem Stadtteil Grünau nähern, besteht Sabina darauf, dass sie nicht mehr Hand in Hand gehen, denn Sabinas Eltern dürfen sie keinesfalls zusammen sehen.

Statement

Sinti und Roma tauchen in vielen Filmen auf, aber noch immer gibt es kaum einen deutschen Spielfilm von, mit und über Sinti oder Roma.

Statt dessen dominiert noch immer die Fokussierung auf vermeintlich gruppenspezifische und vorgeblich typische Eigenschaften wie Armut, Kriminalität und Heimatlosigkeit, Naturverbundenheit, ein besonderes musikalisches Talent und ein freies Leben ohne Zwang. Dadurch werden Stereotype und Vorurteile immer wieder aufs Neue reproduziert, und die Geschichten sowie die Figuren entsprechen den überlieferten rassistischen Klischees.

Sinti und Roma, das sind im deutschen Spielfilm nach wie vor und bis heute die vermeintlich Anderen, die Fremden. Eine von außen zugeschriebene Gruppenzugehörigkeit überlagert in diesen Darstellungen stets die individuelle Charakterzeichnung oder konkrete Lebensumstände. Dabei wird zudem vor allem die historische Entstehung von gesellschaftlichen Zuständen und der

nationalsozialistische Völkermord an den deutschen und europäischen Sinti und Roma sowie die bis heute andauernde Ausgrenzung und Diskriminierung konsequent ausgeblendet.

Sabina thaj o Elvis ist einer der ersten deutschen Spielfilme von, mit und über Roma, in dem Romanes gesprochen wird, und dessen Drehbuch von Roma selbst erarbeitet wurde. Wohl erstmals wird in einem deutschen Spielfilm eine Geschichte konsequent aus der Perspektive von Roma erzählt, in der sie nicht die vermeintlich Anderen oder Fremden sind, sondern in dem sie ganz im Gegenteil im Zentrum des erzählten Geschehens stehen.

Die Lebenswelt der Figuren, die Roma sind, ist der Mittelpunkt, die Lebenswelt der Mehrheitsgesellschaft hingegen ist die sie umgebende Peripherie. Dabei ergeben sich vielfältige und differenziert dargestellte Berührungspunkte zwischen diesen beiden Welten, die sowohl negativ, als auch neutral und ebenso positiv sein können.

Cast

Sabina

Elvis

Safet

Lea

Saša

Boško

Dani

Bayram

Türsteher

Clubbesucher*innen

 

 

 

Jugendliche im Jugendclub

Melissa Sejdi

Mario Ferizović

Gjulner Sejdi

Anne Sachse

Sabri Kurtis

Daćo Ajdarević

Jaja Destanov

Idaver Sefer

Peter Nemeth

Ronja Cordes

Jonas Hanke

Filippa Matzker

Friederike Meister

Marko Sejdi

Mirela Sejdi

Crew

Drehbuch

 

 

 

Übersetzungen

 

Regie

Kamera

Aufnahmeleitung

Ton

Licht

Kameraassistenz

Beratung Szenenbild

Beratung Kostümbild

Montage

 

Colorgrading

VFX-Artist

Musik

 

 

Sounddesign & Mischung

Catering

Mario Ferizović

Idaver Sefer

Gjulner Sejdi

Melissa Sejdi

Mario Ferizović

Gjulner Sejdi

Daniel Weißbrodt

Paul Schlesier

Lena Kömmling

Konrad Deissner

Tom Nicklaus

Anna Brinkmann

Lena Kömmling

Lena Kömmling

Denise Lipfert

Rico Molaro

Tom Nicklaus

Christian Lorey

Georg Siebert (Komposition)

Martha Benkendorf (Fagott)

Philipp Friesel (Gitarre)

Konrad Deissner

Nicole Dietzelt

Kathleen Zeidler

herzlichen Dank an

2Könige Film

Leipziger Verkehrsbetriebe

Offener Freizeittreff „Völkerfreundschaft“, Sina und Tine

SAE-Institute Leipzig

Westbahnhof Leipzig, Lars Förster

Nicole Dietzelt, Antje Oettel, Tobias Pfütsch

 

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes

 

Gefördert durch den Stadtbezirksbeirat Leipzig Süd